Petersfelder Herbstjagd
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der Petersfelder Herbstjagd

Ritt durch den Teich

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Liebe Freunde der Jagdreiterei!

Alljährlich veranstalten wir 40 Km nördlich von Hamburg
die traditionelle "Petersfelder Herbstjagd"
ohne Fuchs und ohne Hunde!

Seit vielen Jahren wird dieses Reitsportereignis ohne jede
kommerzielle Bindung durch unser privates Engagement und durch die
Unterstützung der Landwirte und vieler freiwilliger Helfer aus
der ländlichen Region am Leben erhalten.


Grußwort

Kaum eine private Hausjagd im südlichen Teil Schleswig Holsteins kann auf eine so lange Tradition zurückblicken wie die Petersfelder. Seit nunmehr 31 Jahren wird sie einmal jährlich Ende August in der leicht hügeligen holsteinischen Park- und Kulturlandschaft vor den Toren Hamburgs veranstaltet. Der Boden ist selbst nach langen Regenfällen zum überwiegenden Teil trocken und fest. Ausgangspunkt ist der schön gelegenen Bauernhof der Familie Schiller in Petersfelde, einem winzigen, zur Gemeinde Sülfeld gehörenden Dorf. Der Gründer und Master der Jagd, Hans-Jürgen Schiller, eigentlich von Beruf Kapitän, ist leidenschaftlicher Hobbylandwirt und erfahrener Jadgreiter. Er jagt nicht nur hinter der Meute des Hamburger Schleppjagdvereins sondern nimmt auch an englischen Fuchsjagden teil. Seine Faszination für die Jagdreiterei bewog ihn zusammen mit seiner Frau Angela, die Tradition in Form der unblutigen Schleppjagd weiterzuführen. Die Petersfelder Jagd erfreut sich seither großer Beliebtheit und regelmäßig nehmen zwischen 70 und 80 Reiter daran teil. Seit einigen Jahren teilt sich das Ehepaar die Organisation der Jagd mit Ulla und Joachim Seismann, Besitzer eines nahe gelegenen Reistalls. Ein besonderes Anliegen der Veranstalter ist dabei, dem Nachwuchs nicht nur Gelegenheit zur Teilnahme sondern auch im 3. und 2.Feld sein reiterliches Können und Courage unter Beweis zu stellen. Dabei sind alle Pferderassen, die für die klassische Reiterei geeignet sind, immer willkommen.
Die abwechslungsreiche, meist etwa 15 km lange Jagdstrecke, die über herbstliche Stoppeln, Wiesen und durch Wasser führt, ist so gestaltet, daß sowohl der anspruchsvolle und erfahrene Jagdreiter, als auch weniger Routinierte und Neulinge auf ihre Kosten kommen. Die Hindernisse der verschiedensten Art, vom Trakehner über kleinere und größere Gräben bis hin zum Wallsprung nehmen stets Rücksicht auf die Tatsache, daß das Gross der Teilnehmer ausserhalb der Jagden normalerweise kaum Gelegenheit findet derartige Sprünge zu üben. Deshalb sind z.B. die höchsten Trakehner niemals über 90 Zentimeter. Bei besonders breiten Gräben wird selbst im ersten Feld immer auf sie vorher hingewiesen. Eine Tatsache, die von vielen Repeatern, die natürlich im Laufe der 30 Jahre die Strecken kennengelernt haben, wegen des vermeintlichen Heimvorteils ungern akzeptiert wird. Alle künstlichen Hindernisse werden aus starken Fichtenstämmen errichtet, um den Pferden das Springen zu erleichtern und den Sprung ernst zu nehmen. Gräben, Knickübergänge usw. werden ausgemäht, ohne jedoch ihnen das jagdliche Ambiente zu nehmen. Äußerst beliebt ist die meist ziehmlich zum Ende der Jagdstrecke stattfindende sogenannte "Attacke". Die Teilnahme daran ist freiwillig. Angelehnt an kavalleristische Traditionen, nehmen auf einem besonders weiten Stoppelfeld, das mindestens 1500 Meter sein sollte, die Felder hinter ihren Fieldmastern in langer Reihe nebeneinander Aufstellung. Auf ein Trompetensignal oder dem Ruf des Masters -Attacke- beginnen alle Reiter in voller Karriere - unter Außerachtlassung des jagdlichen Überholverbots des Masters oder ihrer Mitreiter -dem Ziel, einer Puppe am anderen Ende entgegenzustreben. Für Zuschauer und Reiter ein erregendes Schauspiel, denn die für das Ergreifen der Puppe ausgeschgiebene Flasche Sekt ist schon oft - völlig unerwartet - von einem kleinen Ponyreiter gewonnen worden.
Trotz aller Toleranz dem Nachwuch gegenüber, legen die Veranstalter Wert auf alte jagdliche Bräuche. Rotberockte Jagdbläser blasen die uralten Signale zum Meet und später auch während der Jagd. Wenn die finanziellen Möglichkeiten es dem Teilnehmer erlauben, ist ein jagdgerechter Aufzug, Stiefel, weiße Hose, schwarze oder rote Jacke und selbstverständlich die Kappe immer erwünscht. Der Jagdreiter bekennt sich auch äußerlich so zu seiner sportlichen Disziplin. Zwanzig Jahre Erfahrungen sorgen dafür, daß eine unaufdringliche aber lückenlose Organisation im Hintergrund steht. Gesorgt wird nicht nur für ausreichend Parkplätze, sondern auch für eine interessante Zuschauerführung. Auf Hängern werden sie querfeldein zu den interessantesten Schauplätzen gefahren. So haben auch ihre Angehörigen Gelegenheit der Jagd zu folgen. Abends findet auf der großen Diele des 1905 erbauten Petersfelder Bauernhauses das in Holstein so beliebte -Tanz op de Deel- bei Discomusik und gutem Essen statt. Zu diesem Tanz finden sich auch die Landwirte ein, durch deren freundliche Erlaubnis die Veranstaltung einer Jagd überhaupt erst möglich ist. Manch interessantes Gepräch entwickelt sich bei dieser Gelegeheit.
Mehr und mehr Teilnehmer kommen mit ihren Pferden von weit her. Deshalb ist in einem solchen Fall eine Anmeldung über Internet oder postalisch vorteilhaft. Pferde können bei längeren Anreisen in Pension genommen werden. Für Hotels ist auch gesorgt, nur muß in diesem Falle von dem Anreisenden die Zimmerreservierung persönlich vorgenommen werden.
Die Haftung bei Unfällen reitender Teilnehmer, ebenso wie für die Zuschauer können von dem Veranstalter nicht übernommen werden. Der Cup wird auf Anfrage und im Internet angegeben.